Form und Fülle 2026

 

Liebe Kunstfreundinnen, liebe Kunstfreunde,

zur Vernissage meiner Ausstellung „Form und Fülle. Verborgene Strukturen in der Baumlandschaft“ lade ich Sie und Ihre Freunde herzlich in die Städt. Galerie Torhaus Rombergpark ein.

In der Ausstellung präsentiere ich ausgewählte Arbeiten aus meiner umfangreichen neuen Werkreihe „Naturstücke“.

Vernissage: So. 7. Juni 2026, 11:00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: So. 07.06. bis So. 28.09.2026
Einführung: Wilfried Thöne
Musik: Sujeewa und Werner Schimaniak
Ausstellungsort: Torhaus Rombergpark, Am Rombergpark 65, 44225 Dortmund
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Werkreihe „Naturstücke“

Reimund Kasper tritt mit den Bäumen in einen Dialog. Die Werkreihe „Naturstücke“ ist der Ausdruck einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit der Natur, die die tiefgründigen, oft unsichtbaren Muster und vielgestaltigen Formen des gewachsenen Baumbestands erforscht. Kaspers Anliegen besteht darin, die „verborgenen“ Aspekte der Natur, die im Alltag oft nicht bewusst wahrgenommen werden, durch Kunst zu enthüllen. Er betrachtet den Baum nicht als bloßes Material oder Ware, sondern als lebendigen Partner und existenziellen Sauerstoffspender, dem der Mensch an Lebenskraft unterlegen ist. Das Projekt kritisiert den menschlichen Raubbau an der Natur und ist ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit und ökologische Verantwortung. Seine Arbeiten sind ein Plädoyer für den achtsamen Umgang mit unseren Bäumen – den Grundpfeilern unseres Ökosystems. Kasper malt Bäume, „damit sie nicht vergessen werden“. Kaspers Technik ist eine Symbiose aus Malerei und Grafik. Er nutzt einen dynamischen, kraftvollen Farbauftrag in Kombination mit klaren, zeichnerischen Konturlinien, welche die komplexe Struktur der Äste und Stämme betonen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Reimund Kasper

 

Naturstück 38, 120x120 cm, Pigmente auf Leinwand, 2026

 

 

 

 

Reimund Kasper:
„Ich sehe den Baum nicht nur als Baum, sondern ich sehe und spüre ein Lebewesen vor mir. Die Kunst der Kommunikation mit ihm, dem Baum, muss ich erst noch erlernen – ein Austausch, der sich in feinsinnigen, gedanklichen Wechselspielen zwischen uns beiden entfaltet. Denn es geht schlichtweg um unser Überleben. Saubere Luft ist ebenso lebensnotwendig wie Nahrung und Wasser. Aus meiner Sicht ist der Baum ein Partner, dem ich an Größe und Lebenskraft weit unterlegen bin. Sein tägliches Wirken schenkt mir den Sauerstoff zum Atmen und ist das Fundament allen Lebens. Dennoch degradieren wir Bäume zu reiner Ware – vom Sarg bis zur Wohnwand, vom Bleistift bis zur Zeitung. Während ganze Urwälder der menschlichen Gier zum Opfer fallen, offenbart sich unsere Rücksichtslosigkeit besonders in kalten Zeiten: Wir verbrennen ausgerechnet jene Gefährten, denen wir unseren Atem verdanken. Setzt sich dieser Raubbau an der Natur in dieser Form fort, kennen wir Bäume nur noch aus Bildern und Erzählungen. In meinen Arbeiten fange ich das Erscheinungsbild des Baumes in seinen vielfältigen Formen und Strukturen ein. Meine Technik versteht sich dabei als Symbiose aus Grafik und Malerei. Während die äußere Form aus meinem inneren Abbild des Baumes entspringt, schafft der Prozess der Konturierung einen spannenden Kontrast: Die klaren Linien geben den Rahmen vor, lassen mir jedoch in den Innenflächen jede Freiheit für eine malerische Entfaltung. Mein charakteristischer, dynamischer Farbauftrag auf der Leinwand unterstreicht diese Ausdruckskraft und verleiht den Bildmotiven eine starke Präsenz.“